Das Projektgebiet Pratapgarh liegt etwa 340 km südlich von Jaipur, der Hauptstadt des Bundesstaates Rajasthan.
Das hügelige Land ist zwischen Sommer und Winter geprägt von extremen Temperaturschwankungen. Die jährlichen Regenfälle sind ergiebig, können aber nicht das ganze Jahr genutzt werden, weil Speicherbecken und Dämme fehlen.
World Vision arbeitet in den Dörfern des Bezirks, die am stärksten von Armut betroffen sind. 80% der Familien gehören zu Volksgruppen, die im vormals regierenden Kastensystem von vielen öffentlichen Leistungen ausgeschlossen waren und auch heute noch sehr benachteiligt sind.
Zum Beispiel haben die meisten Kinder im Projektgebiet keine Geburtsurkunde, diese ist jedoch erforderlich für die Einschreibung in die Schulen oder für staatliche Leistungen.
Zwar existieren einige wenige Gruppen in Pratapgarh, die sich für Gesundheit, Umweltschutz und für Kleinkredite einsetzen, die Koordination zwischen diesen Gruppen ist jedoch recht schlecht.


Die Laufzeit des Projektes Pratapgarh beträgt 15 Jahre, von 2012 bis voraussichtlich 2027.

Derzeit leben circa 40.000 Menschen im Projektgebiet, die größtenteils (98%) dem hinduistischen Glauben angehören.

Die Bewohner dieses Gebietes, denen Landwirtschaft, Kleintierhaltung und Forstwirtschaft als Erwerbsgrundlage dient,
sprechen Rajasthani, ein Dialekt von Hindi.



Der Anfang in Pratapgarh ist gemacht. World Vision hat gemeisam mit den Menschen vor Ort die Probleme genau analysiert und erste Strukturen geschaffen. Die Projektleitung liegt nun in den Händen eines Komitees aus gewählten Vertretern der Dorfgemeinschaften, lokaler Organisationen und aus World Vision-Mitarbeitern. Als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung der Region werden lokale Gruppen systematisch geschult. Im Laufe der Zeit übernehmen die Dorfbewohner mehr und mehr Verantwortung, damit sie nach dem Projektende die Entwickulungsarbeit ohne World Vision weiterführen können.
Eines der Ziele von World Vision ist, dass alle Kinder eine ausreichende und ausgewogene Ernährung erhalten. Zunächst werden stark und moderat unterernährte Kinder mit Zusatznahrung versorgt. Um der Unterernährung in Zukunft vorzubeugen, soll jede Familie wissen, wie man mit den lokal vorhandenen Lebensmitteln nahrhaft und vitaminreich kochen kann.

Des Weiteren möchte World Vision den Gesundheitszustand der Kinder verbessern. Für die ersten fünf Jahre der Projektarbeit ist geplant, mehr lokale Gesundheitshelfer auszubilden. Dazu werden geeignete Personen aus den Dörfern zum Thema Ernährung, Entwicklung und insbesondere zur Kindergesundheit geschult.

Da eine grundlegende Schulausbildung einer der wichtigsten Schritte aus der Armut ist, unterstützt World Vision ebenfalls die Schulen im Projektgebiet. Die Kinder brauchen bessere Zukunftsperspektiven. Weil sich kaum gut ausgebildete Lehrer in diesem armen Landstrich niederlassen, ist es wichtig, die vorhandenen Lehrer aus- und fortzubilden. Die teils maroden Klassenzimmer werden saniert und erhalten Bänke, Toiletten sowie Lehrmaterialien, um den Kindern ein konzentrierteres Arbeiten in einem besseren Lernumfeld zu ermöglichen. Um auch den bedürftigsten Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, untersützt World Vision sie mit Schulgeld und Materialien.

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